166 Meilen Vrsar – Osor – Ilovik – Vrsar

Am Montag, den 29. April machen wir unsere Festmacher in Vrsar los und laufen aus in Richtung Süden. Ziel: Veli Losinj. 166 Sm und 8 abwechslungsreiche Tage liegen vor uns..

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Der Törn 166 Sm, 8 Tage

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Unter Vollzeug segeln wir bis SV Andrija, eine Bucht südl. Rovini, wo wir für eine Nacht an einer Muringboje auf 5 m Wassertiefe festmachen. In dieser Bucht haben wir schon des öfteren auf dem Weg von oder in den Süden genächtigt. Es folgt noch Baden, Muring prüfen, Brotzeit, der obligatorische Sundowner dann gehts ab in die Koje. Da noch keine Saison ist, ist der Ankerplatz vor dem Hotel und zwischen den beiden Inseln in dieser Zeit angenehm ruhig.

Dienstag, 30.04.13 wir nehmen Kurs auf das Leuchtfeuer Porer, lassen zunächst Brijuni östlich und später den Kvarner südl. und segeln in die Bucht von Medulin. Weiter Ri. Norden bis in die ACI Marina Pomer wo wir am späten Nachmittag an der Außenmauer längsseits gehen. Auf der Innenseite der Mauer, an den Murings, ist es bei Niedrigwasser etwas unangenehm wg. der dann steil abfallenden Gangway. An einer guten Lösung für dieses Problem arbeiten wir bisher vergebens.

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Mittwoch, 01.05.13 bei ca. 10 Kn Wind aus NO queren wir am Wind gemütlich den Kvarner bei ruhiger See und nehmen Kurs auf den Kanal von Osor. Dieser lediglich 7 m breite Kanal verbindet die Insel Cres durch eine kleine Drehbrücke mit der Insel Losinj. Die Angaben über die dort vorherrschende Wassertiefe sind verwirrend vielfältig. Zwischen 1,5 m bis 5 m Wassertiefe hatten wir aus der uns vorliegenden Litaratur die Wahl. Risiko. Es ist kurz nach 17 Uhr als der Anker fällt, da wir noch eine knappe Std. Zeit haben bis sich die Drehbrücke öffnet und die Durchfahrt möglich ist. Das Wasser war ziemlich frisch aber Bettina wollte es genau wissen und sprang ins kalte Wasser in der Hoffnung an Land jemand anzutreffen der eine zuverlässige Auskunft über die Wassertiefe geben kann. Keiner da der was brauchbares wußte. Hm. Wir grübelten weiter. Da die nordgehenden Schiffe Vorrang haben, überlegten wir uns einfach abzuwarten und zu beobachten was für Schiffe da von Süden alles so kommen. Inzwischen hat sich eine weitere SY mit schätzungsweise vergleichbarem Tiefgang genähert um auch den Kanal zu befahren. Den lassen wir vor!. Die Brücke geht auf, wir lichten den Anker. Aus Süden kommt gar kein Schiff um diese Zeit. Hm. Wir halten uns zunächst dezent zurück und schauen mal was der Kollege von der SY macht. Der gibt Vollgas und fährt in Richtung des schmalen Osorski Kanals. Hm. Wir schauen uns an, zögern noch kurz bis der Kollege die Kanalmitte erreicht hat und legen den Gashebel ebenfalls auf volle Fahrt voraus.

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Kaum im Kanal werden wir trotz Vollgas immer langsamer. Hm. Mindestens 3 Kn Strom von Süd hier. Rechts und links vom Kanal stehen Menschen, winken und jubeln uns zu. Ein Blick auf das Lot zeigt 3 m Wassertiefe. Erleichterung kommt auf, kein Problem für unsere Atlantis. Der Brückenwart pfeifft und signalisiert allen sich im Kanal befindlichen Schiffen mehr Gas zu geben um nicht nach Norden zurückzudriften.

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Direkt hinter dem Kanal befindet sich ein Schwimmsteg der von einem Gastwirt in Osor betrieben wird. Dort machen wir an einem freien Platz, neben einem alten Holzschoner unter Schweizer Flagge, fest. Es folgt: Gangway rausholen, Einlaufbier, kurzes Schwätzchen mit der schweizerischen Crew, Aufräumen, Schiff waschen, Muring und Festmacher checken, Osor besichtigen, Abendessen in der Konoba Bonifacio und ab in die Koje. Bis auf einen, wie sich später herausstellen sollte, Abduktoren Anriß rechts (in den ersten Stunden doch recht schmerzhaft) den Frank sich beim Dichtholen der Stb. Muring in Osor zugezogen hat, gibts keine nennenswerten Vorkomnisse. Ein Seemann kennt ja bekanntlich keinen Schmerz. Scherz?

Donnerstag, 02.05.13 Die Nacht war besch… Frank wußte nicht wie er die Nacht einigermaßen schmerzfrei in der Koje überstehen soll. Logisch, irgendwie geht die Nacht immer rum. Und am Morgen gings aber schon besser. Weitersegeln. Was sonst. Gegen Mittag fällt die Muringleine und wir laufen unter Maschine durch das betonnte Fahrwasser des ca. 0,6 Meilen langen Losinjski Kanal. Unser Ziel Nerezine. Wir passieren um 12:50 Uhr Ortszeit die kleine Hafeneinfahrt von Nerezine und stellen fest, da ist kein Platz mehr mit ausreichender Wassertiefe für unsere Atlantis. Was solls, dann eben direkt nach Veli Losinj. Um 15 Uhr machen wir an der Hafenmauer auf der Ostseite von Veli Losinj fest.

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Neugierig erkunden wir den echt netten Ort und gönnen uns in einem Cafe am Hauptplatz des Örtchens einen Aperol Spritz und später noch ein Eis. Über die Anhöhe gehts durch den Ort wieder zurück in Richtung Osthafen, wo wir uns mit Blick auf die Atlantis auf der Terasse eines Restaurants eine richtig gute Portion Pasta mit Trüffel und zwei (oder warens drei?) Gläser guten, heimischen Rotwein gönnen. Auch hier kennt der Seemann keinen Schmerz. Jedenfalls ist der Abduktorenanriß jetzt nicht mehr ständig präsent. Ab in die Koje.

Freitag, 03.05.13 Veli Losinj – Ilovik [Text in Arbeit…]

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Abendessen auf Ilovik mit Blick auf unsere Atlantis. Hier hätten wir zum baden und wandern durchaus noch ein paar Tage verweilen können.

Samstag, 04.05.13 Ilovik – Susak – Maracol/Unje [Text in Arbeit…]

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Vor Anker in der Bucht von Maracol beim Abendspaziergang über den Hügel nach Unje.

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Unje…

Sonntag, 05.05.13 Nach einer ruhigen Nacht in der Bucht von Maracol shippern wir nach dem Frühstück um 09:53 zunächst recht gemütlich bei 2-3 Windstärken und knapp 5 Kn FüG Richtung Kvarner. Als wir das Leuchtfeuer an der Nordspitze von Unje erreichen und sich der Blick auf den Kvarner öffnet, präsentiert sich der in seiner berühmt berüchtigten Art. See 3, Wind ONO ca. 6 Baufort in Böen 7 und wolkenverhangenem Himmel. Eine österreichische SY, eine halbe Meile voraus, dreht kurz vor der Einfahrt in den Kvarner ab und läuft nach Süden Richtung Mali Losinj ab. Wir wollen nach Pomer. Der Blick auf den Baro signalisiert stabiles Wetter, wenn auch nicht schön. Groß und Genua wird um knapp ein drittel weggerefft und mit raumigem Wind rauschen wir mit 8,3 kn Fahrt über Grund und leichten Rollbewegungen durch die aufgewühlte, ruppige See, passieren mit gebührendem Abstand das Leuchtfeuer im Kvarner eine halbe Meile südwestlich und nehmen mit leicht achterlichem Wind direkt Kurs auf die Bucht von Medulin. Nach gut zwei Stunden haben wir den Kvarner überquert und befinden uns in der Bucht von Medulin. Respekt, nicht schlecht. Wir segeln noch bis zur Durchfahrt nach Pomer/Medulin (44° 48′ 07“ N, 13° 55′ 43“ O) und bergen die Segel.  Kurz nach 14h Ortszeit machen wir bei leichtem Regen und 6 Windstärken in der Marina Pomer auf der Rückseite der Hafenmole an der Muring fest. Gangway ausbringen, Landstrom, Schiff klarieren und waschen, Wasser bunkern, Duschen, Einlaufbier auf der überdachten Terasse des Marinarestaurants, Schläfchen. In Gummischuhen marschieren wir am Abend nach Pomer zum Abendessen. Passt.

Montag, 06.05.13. Kurs Ri. Porer. Wetter zunächst noch kühl und regnerisch aber später dann leicht bewölkt bei 13 kn SW.

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Die Rudergängerin ist heute hoch motiviert!

Skipper

Schönes segeln Richtung Vrsar. Um 18:30h Ortszeit machen wir die Atlantis an ihrem derzeitigen Liegeplatz wieder fest.

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